Konferenz "Zeit-Zonen"
Konsequenzen
Als weiche Konsequenzen wurde ein klareres Bewusstsein
für die Zeitproblematik, ihre Berücksichtigung im gesamten Planungs- und
Durchführungszeitraum, ein umfassenderes Verständnis von Prozessen und
insgesamt eine größere Lernfähigkeit der Institutionen der EZ
angemahnt.
Daraus abgeleitet wurden Konsequenzen für Planungs- und
Arbeitsweisen und Institutionen diskutiert:
- EZ muss eine größere Offenheit von Entwicklungsprozessen in
ihren Planungsschemata berücksichtigen. Dazu gehört die Möglichkeit,
Projektlaufzeiten zu verkürzen oder zu verlängern oder Projekte
mehrschrittig mit Pausen durchzuführen.
- Zur Nutzung von kurzfristig entstehenden „windows of
opportunity“ müssen Mittel mit langfristiger Perspektive als Reserveposten
bereit gehalten werden. „Dies könnte die Effizienz der EZ deutlich erhöhen“
(Stefan Helming, GTZ).
- Um bei unterschiedlichen Zeithorizonte im Partnerland mit
dem jeweils besten Partner zusammen arbeiten zu können, müssen die
EZ-Organisationen die Zeitproblematik bei der Suche nach Partnern
berücksichtigen.
- Die EZ muss sich um eine Kommunikation der Zeitproblematik
bemühen, um Gebern und Auftraggebern eine realistische Einschätzung von
der Machbarkeit zu ermöglichen.
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